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Kontakte regional

Auf unserer Karte finden Sie Initiativen und Vereine, mit denen Sie sich vor Ort vernetzen können.

Lagertour

Der Flüchtlingsrat ist regelmäßig auf Lagertour durch Thüringen. Die Berichte unserer einzelnen Besuche finden Sie in unserem Blog.

 

 

 

Asylverfahren und Dublin III

Für das Vorbringen der Asylgründe und zur Klärung, ob ggf. ein anderer Staat für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, wird beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Anhörung des Flüchtlings durchgeführt. Auf der Grundlage der erhobenen persönlichen Angaben und elektronischen Fingerabdrücke entscheidet sich: wird das Asylverfahren inhaltlich geprüft oder wird ein Dublin-Verfahren eingeleitet oder hat der/die Asylantragstellende bereits einen Schutzstatus in einem anderen EU-Staat.

Außenstellen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF):

Außenstelle Hermsdorf
Am Rasthof 2
, 07629 Hermsdorf
Tel.: 036601/9336-0, Fax: 036601/9336-199
Email: JEN-Posteingang@bamf.bund.de
Anfahrtsbeschreibung 

Außenstelle Suhl
Weidbergstr. 10, 98527 Suhl
Tel.: 0911/ 943 2820-3, Fax: 03681/ 8049775
Email: SUL-Posteingang@bamf.bund.de
Hier geht es zum Liniennetzplan Suhl 

Außenstelle Mühlhausen
Obermarkt 1, 99974 Mühlhausen
Tel.: 0911/ 943 2964-0
Email: MUH-Posteingang@bamf.bund.de
 

Aufgabenverteilung und Herkunftsländerbearbeitung BAMF in Thüringen
Übersicht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge


Beratungshilfen zum Asylverfahren finden Sie unter Beratungshilfen im Tab Asylverfahren.
 

Mit der sogenannten Dublin-Verordnung haben sich die EU-Staaten sowie Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz auf Zuständigkeitsprinzipien für die Prüfung eines Asylantrages verständigt. Im Wesentlichen ist danach der Staat für die Prüfung des Asylantrages zuständig, dessen Gebiet der Flüchtling nachweislich zuerst betreten hat. Damit soll gewährleistet werden, dass der Asylantrag nicht in mehreren Ländern gestellt wird. Dies hat zur Folge, dass Flüchtlinge keine Mitsprachemöglichkeiten über ihren zukünftigen Lebensort haben. Freunde und Verwandte (über die Kernfamilie hinaus) in dem eigentlichen Zielland, Sprachkenntnisse, Anerkennungschancen der Fluchtgründe oder Ähnliches spielen keine Rolle. Auch in der Bundesrepublik Deutschland wird bei einem Asylantrag zunächst geprüft, ob eventuell ein anderes Land für das Verfahren zuständig ist. Europa ist damit zu einem großen Verschiebebahnhof für Flüchtlinge geworden, da die Menschen in das Land zurückgeschickt werden können, das für ihre Asylprüfung zuständig ist – unabhängig davon, ob sie dort ein faires Asylverfahren durchlaufen können, Hilfen zur Existenzsicherung erhalten oder als Asylsuchende inhaftiert werden.
Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen fordern ein Ende der Dublin-Abschiebungen und dass Geflüchtete selbst bestimmen können sollen, in welchem Land der EU sie den Asylantrag stellen und das Verfahren durchlaufen möchten.

Gesetzliche Grundlage für die Durchführung eines Dublin-Verfahrens ist die Dublin-III-VO.

PRO ASYL:
„Wir treten ein! Für Flüchtlingsschutz. Gegen Dublin-III“
Erste Hilfe gegen Dublin-Abschiebungen. Basiswissen und Tipps für die Einzelfallarbeit

 

Kontakte und Informationen zu anderen EU-Ländern:

"ELENA-Index"
Kontaktinformationen von Anwälten und Organisationen, die Rechtsdienstleistungen und andere Hilfe für Flüchtlinge und Asylsuchenden in Europa anbieten (vom Europäischen Flüchtlingsrat ECRE).

“AIDA”
The Asylum Information Database (AIDA) is a project of the European Council on Refugees and Exiles (ECRE), in partnership with Forum Refugiés-Cosi, the Hungarian Helsinki Committee and the Irish Refugee Council. The overall goal of the project is to contribute to the improvement of asylum policies and practices in Europe and the situation of asylum seekers by providing all relevant actors with appropriate tools and information to support their advocacy and litigation efforts, both at the national and European level.

Beratungshilfen zum Dublin-Verfahren finden Sie unter Beratungshilfen im Tab Dublin-III.

Wenn Asylsuchende bereits in einem anderen EU-Land einen Schutzstatus zuerkannt bekommen haben (Flüchtlingsanerkennung bzw. subsidiärer Schutz), werden ihre Asylanträge in Deutschland als unzulässig behandelt. Das bedeutet, dass ihr Asylersuchen in Deutschland gar nicht erst inhaltlich geprüft wird. Ihnen steht die Rückschiebung in das „Schutz“-gebende EU-Land bevor – ungeachtet dessen, dass sie dort Obdachlosigkeit, Armut, menschenunwürdigen Bedingungen, Diskriminierungserfahrungen und Gewalt entflohen sind. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge muss dennoch prüfen, ob nicht in dem zuständigen EU-Staat Gefahren für den Flüchtling (Verbot erniedrigende und unmenschliche Behandlung) oder eine andere relevante Grundrechtsverletzung drohen und somit Abschiebeschutz besteht.

„Flucht ohne Ankunft. Die Misere von international Schutzberechtigten in der EU“ Hrsg: PRO ASYL (Nov. 2014)